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ANTIGONE
in "Antigone" von Jean Anouilh

Rolle: Antigone

Regie: Karin Hermann

Autor: Jean Anouilh

Ort: Theater Koblenz

Premiere: 10.01.2020 – 20:00 Uhr

Weiter Spieltermine: 07.06.2020 (20:00), 13.06.2020 (2020), 15.06.2020 (10:00), 16.06.2020 (10:00), 18.06.2020 (10:00/18:00)

Antigones Brüder Eteokles und Polyneikes haben sich im Kampf um die Macht gegenseitig umgebracht. Während der nun amtierende König Kreon, Antigones Onkel und neuer Herrscher in Theben, aus politischen Gründen ein stattliches Begräbnis für Eteokles abhält, erklärt er Polyneikes zum Staatsfeind und verbietet seine Beerdigung. Antigone, jung, rebellisch und idealistisch, will diesen politischen Schachzug nicht akzeptieren. Sie sieht sich in der selbstauferlegten schwesterlichen Pflicht, ihren gefallenen Bruder zu begraben, und nimmt damit die Todesstrafe auf sich. Kreon ist nach seinem eigenen Gesetzesspruch verpflichtet, das Todesurteil über Antigone zu sprechen, doch er versucht sie zu verschonen und bietet ihr einen Ausweg an. In einem rhetorisch brillanten Rededuell prallen Antigones kompromissloser Individualismus und das von Kreon vertretene gesellschaftliche Ordnungsprinzip aufeinander – ein Kampf, in dem es nur Verlierer gibt.

Dieses Drama um die unbeugsame Idealistin Antigone basiert auf der gleichnamigen Tragödie des griechischen Philosophen und Dichters Sophokles. Jean Anouilh verfasste seine Adaption 1942. Den Ort der Handlung, die Figuren und das Handlungsgefüge übernimmt er dabei weitestgehend. Während sich auch bei ihm die Tragödie innerhalb eines Tages abspielt, versetzt er die Handlungszeit in das 20. Jahrhundert und ersetzt den berühmten antiken Chor durch einen Sprecher, der als eine Art Moderator fungiert. Wie der antike Chor der Vorlage hat der Sprecher bei Anouilh das letzte Wort und lässt den Zuschauer zurück mit der Frage nach dem Sinn und dem, was von den Toten übrigbleibt.

Information auf der Homepage des Theater Koblenz

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